ÿþAuszug aus dem Bericht zur Schulvisitation an der Grundschule Schulzendorf in Schulzendorf Staatliches Schulamt Wünsdorf Schulträger: Gemeinde Schulzendorf Schulbesuch: 23./24.09.2010 Schulvisitationsteam: Frau K. Schwenke Herr M. Frücht Ludwigsfelde, den 07.12.2010 Visitationsbericht  Grundschule Schulzendorf in Schulzendorf Seite 2 Inhaltsverzeichnis 1 Zielstellung des Berichts ............................................................................................. 3 2 Kurzdarstellung der Ergebnisse .................................................................................. 4 2.1 Qualitätsprofil und Diagramme der Unterrichtsbeobachtungen& & & & & & & & ...4 2.2 Stärken der Schul- und Unterrichtsqualität& & & & & & & & & & & & & & & & & ..8 2.3 Schwächen der Schul- und Unterrichtsqualität& & & & & & & & & & & & & & & & 9 3 Grundlagen des Berichts .......................................................................................... 10 3.1 Ablauf der Visitation ............................................................................................. 10 3.2 Gespräche, Interviews und Fragebogen............................................................... 10 3.3 Unterrichtsbeobachtungen ................................................................................... 11 3.4 Dokumente .......................................................................................................... 11 4 Ausgangsposition der Schule ................................................................................... 13 4.1 Schulprofil und Standortbedingungen .................................................................. 13 4.2 Schülerinnen und Schüler ................................................................................... 14 4.3 Leitung, Lehrkräfte und weiteres Personal .......................................................... 15 5 Ausführliche Beschreibung des Qualitätsprofils ........................................................ 16 5.1 Ergebnisse der Schule ......................................................................................... 16 5.2 Lehren und Lernen  Unterricht ......................................................................... 20 5.3 Schulkultur .......................................................................................................... 30 5.4 Führung und Schulmanagement ......................................................................... 32 5.5 Professionalität der Lehrkräfte ............................................................................ 36 5.6 Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung ..................................................... 37 6 Übersicht zu den Einzelbewertungen im Qualitätsprofil ............................................ 40 Visitationsbericht  Grundschule Schulzendorf in Schulzendorf Seite 3 1 Zielstellung des Berichts Im Land Brandenburg begann mit dem Schuljahr 2005/06 die Visitation der Schulen in öffentlicher Trägerschaft. Innerhalb von fünf Jahren sollen alle Schulen einmal extern evaluiert werden. Eine Auswertung der Ergebnisse in den ersten Jahren führte zu einer Weiterentwicklung der Instrumente und des Verfahrens der Schulvisitation.1 Ziel der Schulvisitation ist es, mit transparenten, deutlich standardisierten sowie strukturierten Methoden und Instrumenten eine Schule als Gesamtsystem zu untersuchen. Die über Dokumentenanalyse, Interviews, Fragebogen und Beobachtungen erhobenen Informationen2 bilden die Grundlage für den Bericht. Bezug nehmend auf den  Orientierungsrahmen Schulqualität in Brandenburg 3 wird für die Schule eine umfassende Bewertung wichtiger Qualitätsmerkmale vorgenommen. Die aus den Ergebnissen resultierenden Hinweise auf die Stärken und Schwächen der Schule lassen möglicherweise andere Aspekte von Schulqualität außer Betracht. Gleichwohl wird davon ausgegangen, dass die Ergebnisse der externen Evaluation Impulse für die zukünftige Schul- und Unterrichtsentwicklung geben werden. Der Visitationsbericht steht allen interessierten Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern dieser Schule zur Verfügung. Die Schulleitung sichert die Diskussion des Berichtsentwurfes in der Schulkonferenz. Der Endbericht ist zugleich an den für die Schule verantwortlichen Schulträger und die zuständige Schulaufsicht adressiert, da beide für den Entwicklungsstand der Schule mittelbar Verantwortung tragen. Gemeinsam mit den weiteren für Schulqualität Verantwortlichen leitet die Schule Maßnahmen ab und überprüft deren Wirksamkeit. Die Schulkonferenz kann einen Beschluss zur Veröffentlichung des Berichtes fassen. Das Visitationsteam bedankt sich bei der Schulgemeinschaft der Grundschule Schulzendorf für die freundliche Unterstützung. Seite 8 2.2 Stärken der Schul- und Unterrichtsqualität An der Grundschule in Schulzendorf äußerten Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie die Lehrkräfte Zufriedenheit mit ihrer Schule. Die Lernatmosphäre an der Schule, das Schulumfeld und das Schulklima insgesamt sowie verschiedene gemeinsame Veranstaltungen und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften bieten die Basis für eine große Identifikation mit der Schule. Die Möglichkeit für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler das Schulleben eigenverantwortlich mitzugestalten und die Mitwirkung von Eltern in den Gremien der Schule sind Ausdruck des selbstverständlichen Engagements an dieser Schule. Dafür erfahren alle am Schulleben Beteiligten regelmäßig Anerkennung und Wertschätzung in unterschiedlichen Formen. Dies trägt erheblich zu einer großen Motivation bei, sich an der Schule einzubringen. In den Unterrichtsbeobachtungen erlebte das Visitationsteam eine entspannte Atmosphäre, in der fair und respektvoll miteinander umgegangen wird. Das ausgewogene pädagogische Verhalten der Lehrkräfte schafft ein förderliches Klassenklima. Die Kooperationen mit verschiedenen außerschulischen Partnern und die daraus resultierende Zusammenarbeit im Rahmen von Projekten gehören zu den besonderen Stärken der Grundschule Schulzendorf. Dadurch gestaltet sich das Schulleben abwechslungsreich und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden vielfältig genutzt. Traditionelle, etablierte Projekte und Unterricht an anderen Orten in allen Jahrgangsstufen sind fester Bestandteil des Schuljahresablaufes. Der Übergang sowohl von der Kita in die Grundschule als auch in weiterführende Schulen wird verantwortungsvoll gestaltet. Dadurch gelingt es, auf diese Wechsel vorzubereiten und die Übergänge weitestgehend reibungslos zu ermöglichen. Herr Freese verwirklicht als Schulleiter seine Führungsverantwortung für die Schulentwicklung in den Bereichen Teamentwicklung und Gremienarbeit. Besonderes Augenmerk richtet der Schulleiter auf die Profilierung der Schule. Grundlagen bilden dabei unter anderem die verstärkte Arbeit mit modernen Medien und die Umsetzung der Konzeptidee  Bewegungsfreudige Schule . Die Informationen zur Schule sowie zu Ergebnissen bei Leistungstests und Wettbewerben werden der Schulgemeinschaft transparent in unterschiedlichen Medien kommuniziert. Durch die langjährig an der Schule tätige stellvertretende Schulleiterin wird Herr Freese in seiner Verantwortung als Schulleiter unterstützt. Die effektive und transparente Planung zur Unterrichtsorganisation und zur Vertretung von Ausfallstunden sind Zeichen einer effizienten Zusammenarbeit in der Schulleitung. Seite 9 2.3 Schwächen der Schul- und Unterrichtsqualität Das Visitationsteam hat Beispiele von gutem Unterricht beobachten können. Jedoch verhindert eine bisher nicht entwickelte Hospitationskultur der Lehrkräfte untereinander einen umfassenden Erfahrungsaustausch und damit auch die gegenseitige Inspiration zu weiterer qualitativer Entwicklung in Methodik und Didaktik. Im Schulprogramm stellt die Schule dar, wie sie einen schülerorientierten Unterricht gestalten möchte. Diesen haben wir in den Unterrichtsbeobachtungen nur teilweise wiedergefunden und einen überwiegend lehrerzentrierten Unterricht erlebt. Fachübergreifende Absprachen zur Unterrichtsplanung wurden bisher ebenso wie die Sicherung einer kompetenzorientierten Lernkultur erst in Ansätzen von den Lehrkräften realisiert. Die Schule nutzt noch nicht in ausreichendem Maße systematische Rückmeldungen zur Unterrichtsqualität jeder einzelnen Lehrkraft. Hier sind dem Visitationsteam nur wenige Beispiele bekannt geworden. Der innerschulische Diskussionsprozess zur Qualität von Unterricht ist bisher nicht so ausgebaut, um auf breiter Basis die schulinternen, hohen Ansprüche an Schulqualität insgesamt auf den Unterricht zu übertragen. In den Unterrichtsbeobachtungen fiel auf, dass die Schülerinnen und Schüler nicht immer ausreichend Gelegenheit bekommen, selbstständig zu lernen oder eigene Lernergebnisse und Arbeitsprozesse zu reflektieren. Die Gestaltung der Anforderungen an leistungsstärkere und  schwächere Lernende war noch zu häufig eher situationsbedingt als vorab zielgerichtet vorbereitet und bewusst eingesetzt. Grundsätze zur Leistungsbewertung sind im Bereich Noten für mündliche Leistungen der Schülerinnen und Schüler nicht gefasst und bieten somit auch keine Orientierung für die Anforderungen. Der Umgang mit Hausaufgaben durch die Lehrkräfte stellte sich als sehr unterschiedlich dar. Die systematische Lernentwicklung wird nur von einzelnen Lehrkräften ausreichend dokumentiert. Eine verbindliche Regelung für alle Lehrerinnen und Lehrer oder zumindest für die pflichtigen individuellen Lernstandfeststellungen in den entsprechenden Jahrgangsstufen lag dem Visitationsteam nicht vor. Die Kooperation mit anderen Grundschulen ist noch ausbaufähig. Das Schulprogramm orientiert sich besonders in den Bereichen schulinterne Evaluation und der gemeinsamen Abstimmung zu bestehendem Fortbildungs- und Beratungsbedarf noch nicht an den Vorgaben des Landes. Die Beteiligung der Gremien sowie der Kooperationspartner wurde bisher nicht umfänglich gesichert.